Es scheint, als würden Sie sich gesund ernähren, auf Ihre Figur achten… aber der Fortschritt bleibt aus. Das Geheimnis könnte darin liegen, dass Sie regelmäßig Lebensmittel konsumieren, die als „gesund“ präsentiert werden, in Wirklichkeit aber gegen Sie arbeiten. Studien zeigen: Wir essen mehr stark verarbeitete Lebensmittel, als wir denken – und das behindert ernsthaft unsere Gesundheits- und Fitnessziele.
Minimal verarbeitet vs. ultraverarbeitet
Nicht jede Verarbeitung ist schädlich. Tiefgefrorene Beeren, pasteurisierte Milch oder hausgemachter Käse sind minimal verarbeitet: Sie behalten ihre Nährstoffe und verändern sich kaum. Lebensmittel mit künstlichen Aromen, Farbstoffen und Konservierungsmitteln hingegen sind ultraverarbeitet – sie werden eher für den Geschmack als für die Gesundheit hergestellt. Sie sind billig, lange haltbar und darauf ausgelegt, dass man sie in großen Mengen konsumiert.
Eine Studie des University College London zeigte, dass Teilnehmer, die ultraverarbeitete Lebensmittel aßen, langsamer abnahmen als diejenigen, die minimal verarbeitete Lebensmittel bevorzugten. Selbst unter den „gesunden“ Lebensmitteln verstecken sich Fallen: Proteinriegel, pflanzliche Fleischalternativen, aromatisierte Joghurts – alles ultraverarbeitet.
Warum Ultraverarbeitung der Gesundheit schadet
Die wissenschaftlichen Daten sind eindeutig: Eine hohe Aufnahme von ultraverarbeiteten Lebensmitteln ist mit einem höheren Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, kognitiven Abbau und sogar Depression verbunden. Das Problem: Diese Produkte sind schmackhaft, aber nährstoffarm, enthalten zu viel Zucker, Salz und künstliche Zusatzstoffe. Der Körper bekommt Kalorien, aber keine wichtigen Nährstoffe, und das Sättigungsgefühl hält nur kurz – man greift schnell wieder zu Snacks.
Geheime Frühstückssaboteure
- Proteinriegel, aromatisierte Joghurts, Instant-Haferflocken – scheinen gesund, sind aber versteckte Ultraverarbeitung.
- Alternative: Eier, griechischer Joghurt, Haferflocken in Wasser oder Milch, Nüsse und Samen.
Proteinriegel können nach dem Training praktisch sein, ersetzen aber kein ausgewogenes Frühstück – dann fehlen Ballaststoffe, Vitamine und gesunde Fette. Instant-Haferflocken mit Zucker verursachen Blutzuckerspitzen und Energieabfall.
Mittagsfallen
- Aufschnitt, Weißbrot, Fertigsaucen – Komfort auf Kosten der Gesundheit. Zu viel Natrium, mögliche Nitrate, Risiko für Darmkrebs.
- Alternative: Huhn, verzehrfertiger Fisch in Wasser, Vollkornbrot, hausgemachte Saucen aus Olivenöl und Kräutern.
Schon ein paar Minuten, um Öl, Zitronensaft und Kräuter zu mischen, ergeben eine schmackhafte und sichere Sauce; Fertigsaucen enthalten oft Zucker und gesättigte Fette.
Abendüberraschungen
- Pflanzenfleisch und marinierter Tofu – erscheinen „gesund“, sind aber weiterhin ultraverarbeitet mit zusätzlichen Geschmacksstoffen.
- Alternative: Bohnen, Linsen, Kichererbsen, naturbelassener Tofu, Huhn oder frischer/tiefgefrorener Fisch.
Wer seinen Fleischkonsum reduzieren möchte, liegt richtig, doch ganze pflanzliche Proteinquellen sind deutlich nahrhafter als fertige Ersatzprodukte.
Ultraverarbeitete Lebensmittel erkennen
Wichtigstes Kriterium: Warum wurde das Lebensmittel verarbeitet? Zur Konservierung oder um den Geschmack zu verbessern? Letzteres deutet fast immer auf Ultraverarbeitung hin. Echte gesunde Lebensmittel benötigten niemals Tricks oder Zusatzstoffe.

