Die moderne Welt vermittelt das Bild eines stoischen Mannes, der sich in jeder Situation unter Kontrolle hat. Doch die Wissenschaft zeigt etwas anderes: Die männliche Psyche und der Körper erleben Emotionen viel intensiver, als man denkt. Ironischerweise leiden gerade die als "gefühllos" bezeichneten Männer stärker unter emotionalem Stress als Frauen.
Die moderne Welt vermittelt das Bild eines stoischen Mannes, der sich in jeder Situation unter Kontrolle hat. Doch die Wissenschaft zeigt etwas anderes: Die männliche Psyche und der Körper erleben Emotionen viel intensiver, als man denkt. Ironischerweise leiden gerade die als "gefühllos" bezeichneten Männer stärker unter emotionalem Stress als Frauen.
Studien zeigen, dass das Immunsystem und der Blutdruck eines Mannes viel länger brauchen, um sich nach starken Emotionen zu stabilisieren, als bei einer Frau. Während eine Frau längst weitergemacht hat, verarbeitet der Mann das Erlebte noch.
Doch der männliche Körper ist darauf programmiert, Emotionen zu vermeiden – nicht, weil Männer nichts fühlen, sondern weil sie Gefühle zu intensiv erleben. Zum Beispiel schalten Jungen schneller eine Aufnahme von Babygeschrei aus. Nicht, weil es ihnen egal ist, sondern weil ihr Körper darauf mit einem starken Anstieg von Stresshormonen reagiert. Sie unterdrücken Emotionen nicht aus Kälte, sondern aus Selbstschutz.
Ein weiteres Paradox: Männer sind körperlich stärker, aber emotional und medizinisch fragiler als Frauen. Schon im Mutterleib sind männliche Föten anfälliger für Entwicklungsstörungen und haben ein höheres Risiko für Fehlgeburten. Als Kinder erleben Jungen Stress intensiver und brauchen länger, um sich zu beruhigen, und als Erwachsene leiden sie stärker unter Verlust und Einsamkeit.
Das erklärt auch ein weiteres Phänomen: Männer sterben häufiger nach dem Verlust ihrer Partnerin – während Frauen mit der Trauer besser umgehen können. Für Männer ist das Fehlen von Liebe und Unterstützung nicht nur ein emotionales Problem – es kann ihre Gesundheit und ihr Leben ernsthaft gefährden.
Das größte Missverständnis über Männer ist, dass sie keine Gefühle haben – dabei fürchten sie nur, ihre Emotionen zu zeigen. Das wird auch in Beziehungen deutlich: Männer können ihre Gefühle oft nicht in Worte fassen, aber sie zeigen ihre Liebe auf andere Weise – durch Fürsorge, Verlässlichkeit und Taten.
Das Problem? Frauen möchten verstanden werden – und sie wollen es auch hören, während Männer einfach akzeptiert werden wollen, ohne seziert zu werden. Deshalb stoßen Paartherapien oft an ihre Grenzen – Männer wollen keine "mentalen Führungen" durch ihre Gefühlswelt.
Für Frauen, die sich emotionale Offenheit von ihrem Partner wünschen, ist es wie ein mühsamer Aufstieg mit einem schweren Felsbrocken, der gegen die Natur der männlichen Psyche kämpft. Aber wenn ein Mann bereits gütig, zuverlässig, aufmerksam und gelassen ist – ist das vielleicht nicht genau seine Art von Liebe?
Männer fühlen. Sie fühlen tief, intensiv, schmerzhaft. Sie zeigen es nur nicht – weil sie so gestrickt sind. Wer das versteht, hat den Schlüssel zu starken, dauerhaften Beziehungen, in denen Liebe nicht in Worten, sondern in Taten bewiesen wird.
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