Es gibt Filme, die man wegen des Spektakels schaut. Und es gibt solche, nach denen man das Licht nicht sofort einschalten möchte — weil eine seltsame Stille zurückbleibt. Ridley Scotts neues Projekt gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
„Sternbild des Hundes“ beginnt nicht mit einer Katastrophe. Es beginnt mit einer Erinnerung — warm, fast intim. Ein Mann und eine Frau bringen einen Welpen nach Hause. In dieser Szene gibt es keine Bedrohung, nur Leben, das noch nicht weiß, dass es bald verschwinden wird.
Dann folgt Stille. Eine Welt, die keinen Klang mehr hat. Verbrannte Erde, in der selbst der Wind wie eine Warnung wirkt. Und ein Mann: Hig, ein Pilot, gespielt von Jacob Elordi. Kein klassischer Held, keine Pose, kein Pathos — nur Erschöpfung und Überlebensroutine.
Er lebt isoliert mit einem anderen Mann — hart, wortkarg, als wäre er aus derselben staubigen Welt herausgeschnitten. Gespielt von Josh Brolin, was genug ist, um die Atmosphäre zu verstehen.
Ihr Leben ist kein Kampf, sondern permanente Anspannung. Nicht handeln bedeutet überleben. Keine Hoffnung haben bedeutet, sich selbst zu bewahren.
In dieser Welt werden Emotionen zum Luxus, Bindungen zur Schwäche.
Bis ein Signal auftaucht.
Schwach, kaum wahrnehmbar. Aber real genug, um alles zu verändern. Vielleicht gibt es irgendwo noch Menschen.
Und der Film wird von einer Überlebensgeschichte zu einer Entscheidungsgeschichte.
Bleiben ist sicher. Gehen ist Wahnsinn.
Hig entscheidet sich für das Zweite.
Er startet mit einem alten Flugzeug, das mehr durch Sturheit als durch Technik fliegt, und begibt sich ins Unbekannte.
Visuell bleibt der Film seinem Ton treu: Plünderer, Verfolgungsjagden, Menschen auf den Flügeln eines startenden Flugzeugs. Doch das ist nur die Oberfläche.
Die eigentliche Geschichte spielt sich innen ab.
Auch Margaret Qualley, Guy Pearce, Benedict Wong und Allison Janney sind Teil der Besetzung.
Kinostart: August.

