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Prinzipien: Stärke oder mentale Falle?

Menschen respektieren diejenigen, die an ihren Prinzipien festhalten. Sie sind unbeugsam in ihren Überzeugungen, unbestechlich und treu zu ihren Idealen. Solche Menschen gelten als stark, inspirierend und bewundernswert.

Menschen respektieren diejenigen, die an ihren Prinzipien festhalten. Sie sind unbeugsam in ihren Überzeugungen, unbestechlich und treu zu ihren Idealen. Solche Menschen gelten als stark, inspirierend und bewundernswert.

Aber in der Realität erweisen sich starre Prinzipien oft als Einschränkung statt als Stärke. Dahinter verbergen sich oft Kindheitstraumata, Ängste und Bewältigungsmechanismen, die helfen, innere Konflikte zu kontrollieren.

Wo liegt die Grenze zwischen Prinzipien und Sturheit?

Prinzipientreue bedeutet, bestimmten Regeln zu folgen. Doch die entscheidende Frage ist: Worauf basieren sie? Wenn Prinzipien auf objektiven Erfahrungen, realen Daten und bewussten Entscheidungen beruhen, machen sie eine Person stärker. Wenn sie jedoch nur unreflektierte Kindheitsüberzeugungen oder blinder Glaube an etwas sind, das nie hinterfragt wird, dann werden sie zu einem mentalen Käfig.

Wie kann man seine Prinzipien hinterfragen?
Warum glaube ich daran?
Worauf basiert diese Überzeugung?
Hilft es mir oder hält es mich zurück?

In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass Menschen nicht wirklich wissen, sondern einfach glauben. Das ist keine Prinzipienfestigkeit, sondern Dogmatismus.

Wenn Prinzipien zum Hindernis werden

Starke persönliche Prinzipien sind wie eine Jade-Stange. Es ist gut, eine innere Stabilität zu haben, aber wenn sie zu groß ist und immer zur Schau gestellt wird, beginnt sie zu stören—nicht nur andere, sondern vor allem die Person selbst.

Wer seine Prinzipien zu offensiv vertritt, sieht überall Kämpfe und Konflikte. Das Ergebnis? Dauerstress, Feindseligkeit und mangelnde Anpassungsfähigkeit.

Prinzipien vs. gesunder Menschenverstand

Echte Stärke bedeutet nicht, stur an alten Dogmen festzuhalten, sondern sie zu hinterfragen, weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das ist kein Verrat an den Prinzipien, sondern ihre Verfeinerung.

Es ist besser, flexibel und reflektiert zu sein als stur und blind.

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