Das britische Designstudio Design by Joffey hat ein Konzept für unendliches Schach vorgestellt, bei dem das traditionelle Schachbrett zu einem drehbaren Zylinder wird. Ein Teil des Spielfelds bleibt dabei verborgen, sodass die Spieler den Zylinder drehen müssen, um die Positionen der Figuren zu sehen.
Damit die Figuren beim Drehen nicht herunterfallen, sind sie magnetisch und haften an der Oberfläche des Spielbretts.
Auch optisch unterscheidet sich das Design von der klassischen Variante: Statt der traditionellen schwarzen und weißen Felder kommt Blau in Kombination mit Weiß zum Einsatz. Die Figuren behalten jedoch ihre vertrauten Silhouetten, sodass sie leicht zu erkennen sind.
Die Spielregeln stehen bislang noch nicht fest. Könnte sich der Turm in einer Endlosschleife bewegen? Könnte der Springer die Grenzen einer Reihe überschreiten? Und wie würden die Spieler erkennen, dass ihr König im Schach steht, wenn ein Teil des Spielfelds außerhalb ihres Sichtfelds liegt? Die zylindrische Geometrie wirft zahlreiche Fragen auf, die noch beantwortet werden müssen.
Es ist denkbar, dass die neue Geometrie die Schachstrategie verändert. Das hängt jedoch davon ab, welche Regeln letztlich gelten. Die Form des Spielfelds könnte neue taktische Möglichkeiten eröffnen und die Spieler dazu zwingen, ihre Züge anders zu planen.
Bislang handelt es sich lediglich um ein Konzept. Design by Joffey plant derzeit keine Produktion des Spiels. Dennoch eröffnet die Idee eine ungewöhnliche Perspektive auf eines der bekanntesten Brettspiele der Welt.




